MS5 MK2006 Standbox mit Seas Chassis von Udo Wohlgemuth

MS5 von ADM
Technische Daten
- Kennschalldruck: 84 dB (2,83V,1m)
- Frequenzbereich (-8dB): 32-25000 Hz
- Trennfrequenz: 2300 Hz
- Nennimpedanz: 8 Ohm
- Größe (HxBxT): 103,8 x 30,8 x 29 cm
- Prinzip: Bassreflexbox
MS2 und MS3 von Intertechnik waren unsere Klassiker für Jazz und klassische Musik. Diese Monitor-Reihe wurde nun von Udo Wohlgemuth wieder zum Leben erweckt; dabei kommen die Seas Chassis KT 27 G und W 151 Al zum Einsatz. Der neue Monitor ist der MS2 MK 2006.

Wer diese Kombination mit mehr Bass-Leistung wünscht, für den gibt es mit den gleichen Chassis die MS5 mit zusätzlichem Basslautsprecher CA 260 AL.

Klangbeschreibung der MS2 und MS5

"Nach den ganzen technischen Beschreibungen wartet der Leser jetzt mit Recht auf eine Beschreibung der Töne, die diese beiden Nachfolger von bekannten Vorgängern im Hörraum von sich gaben. Zuerst muss ich sicher nicht anmerken, dass zwei Probanden kaum unterschiedlicher sein können als MS 2 und MS 5, die eine als schmale Regalbox, die andere als ausgewachsene Standbox mit mehr Breite als Tiefe konzipiert. Schon bei der Weichenentwicklung gingen beide Konstrukte völlig verschiedene Wege, um letztendlich doch das gleiche Ziel zu erreichen. Denn das sei schon vorweg gesagt: Ähnlicher könnte der Klangcharakter zweier Boxen kaum sein. Luftig, offen, detailreich, dabei aber nicht aufdringlich bildeten beide Stimmen und Instrumente ab. Die räumliche Staffelung gelang fast identisch, obwohl es für mich immer ein Problem ist, begrenzende Wände zu sehen. So musste ich die Augen schließen, um auch der im Regal stehenden MS 2 gerecht zu werden.

Mit Rücksicht auf die kleine Box nahm ich anfangs noch nicht die Musik aus dem CD-Regal, die mit kräftigem Bass gehört werden muss, damit sie richtig wirkt. Eric Clapton spielte “Unplugged” und seine akustische Gitarre mit allen typischen Griffgeräuschen, die sich jedoch nicht in den Vordergrund drängten. Anrisse verrieten die gute Feindynamik der Metallmembranen, der Applaus des Publikums klang nicht, wie ich es leider oft bei vielen Vertretern dieser Chassisart vernommen habe, nach einem in der zu heißen Pfanne bratendem Spiegelei. Bei KT Tunstall’s “Other Side of The World” waren dann schon die Anforderungen an Bassvermögen vorhanden, die auch die MS 2 durch ihre Nähe zur Wand in genügender Lautstärke meisterte. Doch während hier der W 151 AL schon einiges seiner Hubfähigkeit aufbringen musste, um die Bassdrum nachzumalen, regte sich der CA 26 AL bei gleichem Pegel fast nicht, was insgesamt und wie zu erwarten war zur unangestrengteren Wiedergabe des gesamten Musikgeschehens führte.

Deutlich überlegen wurde die MS 5 natürlich, als es an die “Klassiker” der 80er Jahre ging. Die meist von Computern stammenden Klänge mit Spektakel im Bass und Hochton waren das Element der großen Standbox. Bronsky Beat, Image und Depeche Mode machten auch mir plötzlich Spaß, obwohl ich zugegebener Maßen die Musik der späten 60er und frühen 70er Jahre weitaus interessanter finde, als man noch Instrumente brauchte, die nicht programmiert, sondern möglichst virtuos gespielt werden mussten. Das kam dann noch einmal zum Tragen, als ich mit Dire Straights der Gruppe das Recht der letzten Darbietung einräumte, die wie keine andere die erste Hälfte des 8. Jahrzehnts des letzten Jahrhunderts beherrschte. “Sultans of Swing”, “Private Investigation” oder auch “Brothers in Arms” waren geradezu ein gefundenes Fressen für die MS 5."

Der Bausatz für eine Box enthält:

- die Seas Hochtonkalotte KT 27
- den Seas Mitteltieftöner W 151 AL
- den Seas Tieftöner WA 260 AL
- ein Terminal T 105 mit vergoldeten Messingklemmen
- 4 Beutel Polyester Dämmstoff
- den Frequenzweichenbausatz
- Schrauben für die Chassis
- Kabel für die Innenverkabelung

Bausatz MS5 ohne Gehäuse Preis pro Box EUR 356,00 ohne MwSt: € 299.16 / $ 262.42

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